Niederlage gegen Laubegast

Am 21. Spieltag der Landesliga hat es uns erneut erwischt: Gegen den FV Dresden 06 Laubegast mussten wir vor heimischer Kulisse eine bittere und vor allem unnötige 0:1-Niederlage hinnehmen.

Dabei begann die Partie aus unserer Sicht eigentlich vielversprechend. Noch keine Minute war gespielt, da bot sich Joel Lehmann bereits die große Chance zur Führung. Nach einem Querpass von Paul kam er am langen Pfosten zum Abschluss, doch der Dresdner Schlussmann reagierte stark. Es war der Auftakt zu einer richtig guten ersten Halbzeit unserer Mannschaft, die das Spiel klar bestimmte, den Gegner unter Druck setzte und sich mehrere hochkarätige Möglichkeiten erarbeitete.

In der 16. Minute lag der Führungstreffer erneut in der Luft: Moritz brachte eine scharfe Hereingabe in den Fünfmeterraum, wo Paul unter Bedrängnis zum Abschluss kam, den Ball aber nicht entscheidend platzieren konnte. Nur zwei Minuten später fehlten erneut nur Zentimeter, als Paul mit einem starken Abschluss lediglich das Lattenkreuz traf. Unsere Elf war klar tonangebend, während sich die Gäste fast ausschließlich auf die Defensivarbeit beschränkten und offensiv kaum in Erscheinung traten.

Kurz vor der Pause hätte die längst verdiente Führung dann endlich fallen müssen. Maaz lief allein auf das gegnerische Tor zu, entschied sich jedoch im letzten Moment für das Abspiel statt für den eigenen Abschluss – eine Szene, die sinnbildlich für diesen gebrauchten Tag stand.

Auch nach dem Seitenwechsel wollten wir die Kontrolle behalten, doch mit zunehmender Spieldauer schlichen sich mehr und mehr kleine Fehler in unser Spiel ein. Der Spielfluss ging verloren, klare Offensivaktionen wurden seltener, und Laubegast gewann nach und nach an Selbstvertrauen.

In der 59. Minute hatten die Gäste dann ihre erste richtig große Möglichkeit, doch Jonas Janke zeigte mit einer starken Parade seine Klasse und hielt uns im Spiel. Zehn Minuten später war er allerdings machtlos: Nach einer unzureichenden Klärung und einem verlorenen Zweikampf auf der rechten Seite landete der Ball beim Gästekapitän, der aus kurzer Distanz zum 0:1 einschob.

Unsere Mannschaft antwortete sofort. Joel hatte im direkten Gegenzug die Riesenchance auf den Ausgleich, doch sein Heber war einen Tick zu ungenau. In der Schlussphase warfen die Blau-Gelben noch einmal alles nach vorn, stemmten sich mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage und kamen auch zu weiteren guten Möglichkeiten. Doch das Glück war an diesem Tag nicht auf unserer Seite. Bei der besten Chance rettete erneut das Aluminium für die Gäste, als ein Schuss von Nico Brehm an den Pfosten prallte und von dort in den Armen des Torwarts landete.

So verrannen die Minuten, und als auch die letzte Standardsituation ohne Ertrag blieb, war die zweite Heimniederlage besiegelt. Umso bitterer, weil unsere Mannschaft über weite Strecken die bessere war und sich für einen engagierten Auftritt erneut nicht belohnte.

Jetzt gilt es, die Enttäuschung schnell abzuschütteln und gegen den SSV Markranstädt die richtige Reaktion zu zeigen. Im Aufstiegskampf ist weiterhin alles möglich, noch sind neun Spiele zu gehen. Klar ist aber auch: Dafür müssen wir wieder mit voller Überzeugung, Leidenschaft und Entschlossenheit auftreten. Dann werden wir auch wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.