War’s das?

Rechnerisch ist im Titelrennen zwar weiterhin alles möglich, doch die U23 von Dynamo Dresden marschiert unbeirrt an der Tabellenspitze davon. Auch der bislang ärgste Verfolger, die SG Handwerk Rabenstein, musste am vergangenen Wochenende im direkten Duell Federn lassen.

Zwar präsentierten sich die Rabensteiner im Vergleich zur deutlichen 0:7-Hinspielniederlage stark verbessert, doch das 0:2 war am Ende trotzdem Ausdruck der Dresdner Dominanz. Frei nach dem Motto „Ein gutes Springpferd springt nur so hoch, wie es muss“ verwaltete Dynamo die bereits bis zur 40. Minute herausgespielte Führung souverän und ungefährdet bis zum Schlusspfiff.

Die Meisterschale ist damit zwar noch nicht offiziell vergeben – schließlich sind bis Saisonende noch 18 Punkte zu holen – doch die Ausgangslage spricht aktuell klar für die Dresdner.

Für unsere SG Taucha 99 läuft es in den vergangenen Wochen dagegen nicht mehr ganz so rund. Die lange Saison zehrt sichtbar an den Kräften. Ausgerechnet die Defensive, über weite Strecken der Spielzeit das große Prunkstück unserer Mannschaft, zeigte zuletzt ungewohnte Unsicherheiten. Gleichzeitig fehlt offensiv momentan das berühmte Quäntchen Glück. Einsatz, Laufbereitschaft und Wille stimmen weiterhin absolut – nur der Ertrag passt derzeit nicht dazu. Vieles von dem, was in der Hinrunde selbstverständlich funktionierte, will aktuell einfach nicht mehr gelingen.

Umso wichtiger wäre nun ein Befreiungsschlag wie beim Erfolg gegen SV Markranstädt. Gegen SV Lipsia 93 Eutritzsch muss dringend ein Dreier her, wenn man sich nicht vorzeitig aus dem Titelrennen verabschieden möchte.

Doch leicht wird diese Aufgabe keineswegs. Die Leipziger stehen aktuell mit dem Rücken zur Wand. Tabellenplatz 13 bedeutet höchste Alarmstufe, zumal die Abstiegsregelung kompliziert ist und stark von den Entwicklungen in den höheren Spielklassen abhängt. Für das gesamte untere Tabellendrittel zählt deshalb aktuell jeder einzelne Punkt im Kampf gegen den Abstiegsstrudel. Entsprechend kämpferisch wird Lipsia an der Parthe auftreten.

Auch der Blick auf die Statistik macht deutlich, dass unsere Mannschaft gewarnt sein sollte: In bislang elf Duellen spricht die Bilanz mit sieben Siegen und zwei Unentschieden klar für die Leipziger. Nur zweimal konnte unsere SG bislang gewinnen, bei einer Tordifferenz von 10:20.

Zur ganzen Wahrheit gehört allerdings ebenfalls: Der letzte Sieg von Lipsia datiert vom 16. Mai 2015. Das bislang letzte Aufeinandertreffen – fast zehn Jahre später – gewann unsere SG eindrucksvoll mit 4:0.

Genau daran gilt es nun anzuknüpfen!

Also: Noch einmal alle Kräfte bündeln, gemeinsam auftreten und den Heimvorteil nutzen. Mit Leidenschaft auf dem Platz und Unterstützung von den Rängen ist weiterhin alles möglich!