Was für ein Pokalkrimi! Unsere Männer stehen im Achtelfinale des Wernesgrüner Sachsenpokals – mussten dafür aber bis tief in die Nachspielzeit um das Weiterkommen kämpfen. Beim VfL Pirna-Copitz setzte sich unsere SG mit 3:2 durch. Pascal Sauer, Joel Lehmann und Niklas Hadaschik erzielten die Treffer für unsere Farben. Dazwischen lagen reichlich vergebene Chancen, zwei Rückschläge und strapazierte Nerven auf der Tauchaer Seite.
Die Partie begann wie erwartet: Unsere Mannschaft übernahm die Kontrolle, ließ den Ball laufen und suchte die Lücke gegen tief stehende Gastgeber. Pirna-Copitz verteidigte leidenschaftlich und lauerte auf Umschaltmomente. Rund 75 Prozent Ballbesitz standen am Ende für unsere SG zu Buche – doch Ballbesitz allein schießt bekanntlich keine Tore.
Bereits in der sechsten Minute hatte Julien Mehlow die große Chance zur Führung. Sein Abstauberversuch wurde jedoch vom Pirnaer Schlussmann entschärft. Bis zum Strafraum sah unser Spiel häufig ansehnlich aus, in der entscheidenden Zone fehlten aber Genauigkeit und Entschlossenheit. Auch die Abschlüsse von Paul Johannes Günther (15.), Moritz Butzke (21.) und Flo Brügmann (45.) brachten keinen Treffer.
Und beinahe hätten die Gastgeber unsere fehlende Konsequenz bestraft: In der 41. Minute lief nach einem Konter plötzlich ein Pirnaer allein auf Jonas Jahnke zu. Unsere bis dahin kaum geforderte Nummer eins blieb im Eins gegen eins Sieger und bewahrte uns vor dem Rückstand. So ging es torlos in die Pause – ein Zwischenstand, den sich die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber verdient hatten.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst unverändert. Unsere SG suchte nach Lösungen, Pirna arbeitete diszipliniert gegen den Ball. Dann endlich die Erlösung: Eine Flanke von Nico Brehm rutschte in der 63. Minute bis zum zweiten Pfosten durch, wo Pascal Sauer zur Stelle war und zum 1:0 einköpfte!
Wer nun auf mehr Ruhe im Tauchaer Spiel gehofft hatte, wurde allerdings schnell enttäuscht. Nur zwei Minuten später genügte ein langer Ball, um unsere Defensive auszuhebeln. Diesmal konnte auch Jonas Jahnke nichts mehr retten – 1:1, alles wieder offen.
Unsere Männer antworteten mit einem schönen Angriff über die rechte Seite. Moritz Butzke brachte den Ball nach innen, Joel Lehmann vollendete in der 76. Minute zum 2:1. Wieder Führung, wieder Hoffnung! Und diesmal waren die Chancen da, die Partie zu entscheiden: Paul Lehmann scheiterte am stark reagierenden Torhüter, ein Versuch von Moritz Butzke wurde auf der Linie geklärt.
Statt der Entscheidung folgte der nächste Rückschlag. Erneut leitete ein langer Ball den Pirnaer Angriff ein. Die anschließende Hereingabe klärten wir ins Zentrum, von dort traf ein Gastgeber aus rund 20 Metern mit einer außergewöhnlichen Flugbahn zum 2:2 (80.). Dieser Gegner ließ sich einfach nicht abschütteln!
Doch unsere Mannschaft blieb dran. Nicht alles gelang, aber Einsatz und Wille waren bis zum Schluss spürbar. Als nach einer Ecke erneut ein Ball auf der Linie abgewehrt wurde, schien die Verlängerung schon zum Greifen nah. Es folgte der nächste Eckstoß. Nico Brehm köpfte am langen Pfosten scharf Richtung Tor, mehrere Spieler liefen ein – und diesmal war der Ball drin! Niklas Hadaschik wurde der entscheidende Treffer zum 3:2 in der zweiten Minute der Nachspielzeit zugeschrieben. Grenzenloser Jubel und riesige Erleichterung bei unseren Farben!
Die verbleibenden Minuten brachten unsere Männer über die Zeit. Pirna kam nicht mehr gefährlich in unseren Strafraum, wir spielten die eigenen Möglichkeiten allerdings ebenfalls nicht sauber aus. Nach insgesamt 97 Minuten war es endlich geschafft: Achtelfinale!
Ein hart erkämpfter Erfolg gegen einen Landesklassevertreter, der uns mit großem Einsatz alles abverlangte. Es war sicher nicht unsere beste Saisonleistung. Aufgrund der besseren Spielanlage und der größeren Zahl an Torchancen war der Sieg dennoch verdient. Respekt an die Gastgeber für diesen leidenschaftlichen Pokalfight!
Jetzt richten sich die Blicke gespannt auf die Auslosung. Vielleicht dürfen wir im Achtelfinale endlich auf der heimischen „Krieke“ antreten!
Zunächst wartet am kommenden Samstag aber wieder der Ligaalltag: Mit der SG Handwerk Rabenstein empfangen wir den Vorjahresvierten der Sachsenliga. Die gestandene Mannschaft aus Chemnitz wird uns erneut alles abverlangen.
Also: durchschnaufen, Kräfte sammeln und gemeinsam die nächste Aufgabe angehen. Auf geht’s, Taucha!
(Beitragsbild vom 29.08.2026)
