Das war beste Sonntagnachmittagsunterhaltung auf der Krieke. Bei strahlendem Fußballwetter empfing unsere Zweite den FC Blau-Weiß Leipzig. Die Ausgangslage war klar: Die Gäste wollten in der Tabelle weiter nach oben klettern, während unsere SG den Abstand nach unten vergrößern wollte. Vor allem sollte endlich die Serie der vielen Remis gestoppt werden – bereits fünfmal hatte unsere Zweite in dieser Saison die Punkte geteilt.
Entsprechend engagiert starteten die Blau-Gelben in die Partie – und legten los wie die Feuerwehr. Keine zwei Minuten waren gespielt, da brachte Salman Al Abri den Ball im Leipziger Tor unter und sorgte für die frühe 1:0-Führung. Ein Auftakt nach Maß! Doch die Freude währte nur kurz. Praktisch im direkten Gegenzug gelang den Gästen in der 5. Minute der Ausgleich.
In der Folge übernahmen die Leipziger etwas mehr die Initiative und zeigten sich zielstrebiger in ihren Offensivaktionen. Unsere Zweite hielt zwar dagegen, musste jedoch in der 24. und 31. Minute zwei weitere Gegentreffer hinnehmen. So ging es mit einem 1:3-Rückstand und entsprechend langen Gesichtern in die Halbzeitpause.
Doch aufgegeben wurde auf der Tauchaer Seite keineswegs. Das Trainerduo Dölling/Barthel reagierte und brachte mit Luca Henning und Dominic Brünoth frische Kräfte ins Spiel. Unsere SG drängte nun auf den Anschluss und erspielte sich mehrere Möglichkeiten, während auch Blau-Weiß immer wieder gefährlich konterte. Zunächst blieb der erhoffte Treffer jedoch aus.
In der 73. Minute war es dann Julien Mehlow, der mit seinem Tor zum 2:3 neue Hoffnung entfachte und der Partie noch einmal ordentlich Spannung verlieh. In der Schlussviertelstunde entwickelte sich ein zunehmend intensives und umkämpftes Spiel. Unsere Zweite warf noch einmal alles nach vorn und glaubte weiterhin an ihre Chance.
Als die Nachspielzeit bereits weit fortgeschritten war und viele schon mit einer knappen Niederlage rechneten, folgte der große Moment: In der 90.+5 Minute traf der zur Halbzeit eingewechselte Luca Henning zum inzwischen hochverdienten 3:3-Ausgleich. Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter die Partie ab.
Am Ende steht zwar wieder ein Unentschieden – doch nach diesem Spielverlauf fühlt sich dieser Punkt ganz klar wie ein Sieg an. Eine starke Moral unserer Zweiten, die sich für ihren Einsatz in der Schlussphase noch belohnte.
